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THEATER GEIERSDORF - IMMER EINEN BESUCH WERT

 

Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben Theater ist, dann such dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht
Amateurtheater ist Idealismus pur:

Man braucht eine Gruppe Menschen, die nachmittags, in den Ferien und am Wochenende Zeit für viele Extraaufgaben haben. Die freiwillig Texte lesen, welche entweder alt, unverständlich, oft mit geschraubter Sprache oder alles sind.

Und du brauchst Menschen, die obendrein motiviert, zuverlässig und ausdauernd sind. Das klingt nach einem Zustand totaler Überforderung. Wer aber einmal auf der Bühne gestanden und den – zugegeben: seltenen – Moment erlebt hat, in dem die eigene Rollenfigur zu leben beginnt, gestelzte Dialoge wie richtige Unterhaltungen klingen, sich die mühsam geprobten Einzelteile zu einem federleichten Ganzen fügen, der hat einen Augenblick lang große Kunst erlebt.

Und für den stellt sich die Frage nach dem „Warum“ nicht mehr, für den gilt: Theater muss sein! Und zwar bedingungslos. Trotzdem: Ist das nicht alles viel zu viel verlangt? Vom Theater, von den Spielern? Selbst im professionellen Theater sieht der Alltag anders aus.
Theaterspielen bedeutet, loslassen zu können, sich auf fremde Situationen und andere Personen einzulassen, seine Grenzen kennenzulernen und zu überschreiten. Es bedeutet, Handlungsalternativen zu entdecken, die Angst vor dem Scheitern zu überwinden und mit neuer Sicherheit zu sich selbst zu finden.

Es bedeutet, sich in einer Gruppe fallenlassen zu können und zu wissen, dass man aufgefangen wird.
Wer einmal den langen Weg von der Stückauswahl bis zur Premiere durchgehalten hat – mit allen Zweifeln, allem Frust –, der hat viel gelernt.

Die Zuschauer freuen sich, wenn sie sich beim Theater für und mit Kindern gut unterhalten. 22 Kinder arbeiten über Monate mit Begeisterung, singen und spielen was das Zeug hält und haben dabei noch die Freude, viel für sich aber auch viel für Andere zu machen.


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